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Neues Faltblatt für Betroffene von antilesbischer Gewalt
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12.12.2007
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Lesbische Frauen und Mädchen erfahren täglich Gewalt, die von diskriminierenden Sprüchen über soziale Ausgrenzung bis hin zu körperlichen Angriffen reicht. Mit einem neuen Faltblatt unterstützt die Lesbenberatung e. V. Berlin betroffene Lesben in ihrem Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Das Faltblatt soll zudem dazu ermutigen, in diesen Fällen Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Pünktlich zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen macht diese Aktion Gewalt gegen Lesben zum öffentlichen Thema.
„Wenn eine lesbische Frau nach einer Gewalterfahrung Anzeige erstattet, kann das mehrere Funktionen erfüllen.“ führt Martina Frenznick, Beraterin in der Lesbenberatung, aus. „Einerseits stellt es für sie ein Mittel dar, sich zu wehren Und die eigene Stärke wiederzuerlangen. Andererseits wird die Tat durch eine Anzeige in einen gesellschaftlichen Diskriminierungszusammenhang eingeordnet. Sie wird als antilesbische Gewalttat sichtbar gemacht und das ist der erste Schritt ihrer Bekämpfung.“ In dem Faltblatt finden sich daher Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten der Anzeigenerstattung, über Straftatbestände sowie die Kontaktadressen von Polizei und unterstützenden Einrichtungen. Betroffene Menschen können sich für Unterstützung und Beratung auch direkt an die Lesbenberatung wenden.
Antilesbische Gewalt tritt in vielen Formen auf: Zwei sich küssende Frauen werden auf der Straße belästigt, eine Schwarze Lesbe wird in der U-Bahn wegen ihrer Hautfarbe beschimpft oder einer behinderten Lesbe wird Assistenz verweigert.
Das neue Faltblatt können Sie ab sofort bei der Lesbenberatung bestellen oder unter www.lesbenberatung-berlin.de einsehen und herunterladen
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