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Pressemitteilung: 4.8.2003 : Katholischer Fundamentalismus ist Gefahr für die Menschenrechte
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04.08.2003
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Pressemitteilung, 4.8.2003
Das vom Vatikan veröffentlichte Papier zu Homosexualität ist ein weiterer Beleg dafür, dass der Vatikan den Kontakt zur Realität verloren hat und nicht mehr als ernstzunehmende Stimme im gesellschaftspolitischen Dialog gelten kann.
Die aggressive Hetze gegen eine Lebensweise, an deren Legitimation es &Mac246; trotz aller noch existierenden Vorurteile &Mac246; keinerlei vernünftige Zweifel geben kann, zeigt alle Anzeichen einer projektiven Abwehr: Eine Organisation, deren Amtsträger zahlreich sexualisierte Gewalt gegen Kinder verübt haben, fantasiert von Gewalt, die Kinder in homosexuellen Beziehungen ausgesetzt seien.
Der Versuch der Führung der Katholischen Kirche, ihre fundamentalistische Auffassung der Allgemeinheit aufzuoktroyieren, stellt eine totalitäre Anmaßung dar. Dieser Vorgang belegt erneut die Notwendigkeit einer klaren Trennung von Staat und Kirche. Diese steht in Deutschland noch aus: So ist es weder hinzunehmen, dass der Staat die Kirchensteuer eintreibt, noch dass er die Kirche jährlich mit Steuereinnahmen in Höhe von 3,5 Mrd. EUR unterstützt.
Auch zeigt die Hetze des Vatikans die Dringlichkeit eines umfassenden Antidiskriminierungsgesetzes auf, das die sexuelle Identität und die Kirche als Arbeitgeber einbezieht.
Der Bundesverband Broken Rainbow e.V. fordert die Justizministerin Zypries auf, ihre Blockade gegenüber einem umfassenden Antidiskriminierungsgesetz aufzugeben. Weiterhin ist die Bundesregierung aufgefordert, die klare Trennung von Staat und Kirche endlich zu vollziehen.
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